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Wie der Titel schon sagt: Rettung ersehnt!
Für faires Geld war 'Opas Bester' erworben.
Ihm wieder Leben, sprich TÜVsegen einzuhauchen
wird eine spätere Geschichte sein.
Hier der erste Eindruck. Hätten Sie es gewagt ;-)
So präsentierte er sich.
Mit 233tkm und einem in 2000 für DM 3500
nachgerüsteten, 5tkm 'jungen' Wurm-KAT.
Leider kein Schiebedach.
Der 'tiefgrüne' Lack (825) wirkte betagt,
Politur und Wachs ein seltener Besucher.
Dieser Nachbaukotflügel erfüllt
nicht wirklich die Spaltmaßnorm.
Und dessen Falzkanten waren messerscharf!
Der prunkvolle 280E-Schriftzug
wird von Rostblasen untermalt und
hinterlässt den Eindruck schlummernder Größe.
Typisch! Die armen Stoßstangenecken
bekommen das schlimmst ab. Dreck und Salzwasser
spritz dort ungehindert hin. Ohne Pflege
überleben diese Teile kaum.
Alles original: Wagenheber, Bordwerkzeug
Auch das Reserverad von 1980!
Herrlich erhalten die Erstseriensitze
in Bambus (004) mit Kunstlederkanten
Da war früher noch Platz!
Schlecht lackierte Austauschtür :-(
Dafür aber die einzige ohne Rost :-)
Das Herz des Wagens: der Motor 110 (M110)
- 6 Zylinder mit 185PS (136KW) - Doppelkettenantrieb
- 2 oben liegende Nockenwellen
2001 gönnte ihm Opa noch neue
Motorlager und Ventilschaftdichtungen.
Der Behälter der Niveauregulierung.
Mit viel Aufwand und Kosten 1999 komplett
überholt und Instandgesetzt:
Dämpfer, Befüllung, Leitungen
Opa gönnte ihm seit '82 alle 7tkm
einen Ölwechsel, alle 14tkm einen frischen Filter.
Top Kompression auf allen Töpfen!
Die linke Schwellerspitze...
...sowie die rechte Schwellerspitze
waren total ruiniert, daher kein TÜV.
Die Kofferraummuldenböden habe ich erst
garnicht bildlich festgehalten ;-)
Die Gummis hatten auch schon...
...ihr nahes Ende vor sich.
Und die Wagenheberaufnahmen sahen
alle so aus, eher schlimmer!
Der Bremskraftverstärker dürfte
samt Anschlüssen auch bald fällig sein;
der Austausch ist beschlossenen Sache
Der kleine Ölkühler, ein Relikt der
ersten Serie. Später betrug seine
Größe die volle Höhe des Wasserkühlers.
Mal eben schnell noch in die
Waschstrasse, den Standstaub runter.
Am nächsten Morgen:
beide vor der Haustür.
Bleche eingeladen.
Abfahrt!
Los zu Wolfi nach Landau,
dem Rost an den Kragen.
Endlich da; Wolfi schaut schonmal rein.
Beherzt beginnt die Demontage
des Vorderwagens.
Der Scheinwerfer leistet Widerstand.
... immernoch (grummel)!
Wolfi legt los.
Der große Schraubendreher Hilft ihm dabei und ...
... es geht alles zu leicht von dannen.
(no comment)
Mit der Hand(!) ließ sich problemlos
das Schließblech des Schwellers ausreißen.
Mehrfache 'Pfuschbehandlung' kam uns als Brösel entgegen.
Nein, dass ist keine Ansaugöffnung ;-),
sondern die gähnende Öffnung des Schwellers.
Das Häufchen Elend.
Exitus für Innen- und Aussenschweller.
Der Steg der Wagenheberaufnahme
'hing' quasi nur noch oben an.
Innenkotflügel und Stehwand sind
völlig hinüber und lassen sich mit der Hand
eindrücken, haben keine feste Verbindung mehr.
Hier konnte man von Außen direkt
in den Innenraum fühlen!

Nebst dem hier abgebildeten war zusätzlich die komplette linke Bodengruppe morsch.
Die Querträgerspitze links war nicht mehr vorhanden, die hintere linke Stabiaufnahme war fertig.
Rechts haben wir uns erst garnicht mehr ernsthaft angesehn. In einem Wochenende war DAS nicht mehr zu retten.
Auch nur annähernd einen 'TÜV-fertig-Standard' zu erzielen war absurd.
Fazit: 'Opas Bester' sollte seinen Dienst getan haben, zumindest in meinen Augen.
Ein viel versierterer 'W123-Schrauber' hat sich seiner erbarmt.
Am Sonntag den 12.10.03 ging er denn gen Hannover.

Auf dass ihm besseres wiederfahre...