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M102-Luftsammelkasten & -Drosselklappe


Die Demontage der Drosselklappe und dessen Reinigung entstand im Zuge der Überprüfung aller Aggregate des Motors (M102), da dieser unruhig lief. Nebst dem Obligatorischen wie Zündanlage (Kerzen, Kabel, Stecker, Verteiler und -kappe), Ventileinstellung, Zusatzluftschieber (war verharzt), Schubabschaltventil (Membran war gerissen), Kaltstartventil, Stauscheibe, und Spritläufe zur Einspritzanlage samt dessen Microfilter (ja der Hauptbenzinfilter ist auch neu)etc., war uns aufgefallen, dass das Gasgestänge hakte und zwar nicht an dessen Umlenkungen der einzelnen Elemente sonder woanders. Und zwar verhakte sich die Klappe im Gehäuse!
Zuerst wird der Luftfilterkasten abgenommen. Dazu löst man die 3x sw10-Muttern (2 oben, 1 rechts seitlich) und 2 Schläuche (1x oben, 1x unten), jetzt abheben. Den Luftsammelkasten rauszufriemeln ist übrigens ne ganz schöne fummelei. Speziell die 2 hinteren Muttern am Klappenstutzen, erreichbar durch Griff hinter die Ansaugbrücke, lassen sich nur mit einem kurzen sw13-Maulschlüssel lösen. Dazu noch die 4 sw13-Muttern und die beiden sw13-Langbolzen (oben, Ansaugkrümmerbiegung) lösen. Empfehlenswert ist auch das Lösen des unterdruckschlauches zum Bremskraftverstärker und das Aushängen des Wischwasserbehälters, dann klappts mit dem Rausziehen in Richtung Scheinwerfer.
Hier haben wir durch einfaches Absetzen des Luftsammelkastens bereits
die Drosselklappe herausgenommen. Dazu die Rückstellfeder aushängen und
die große Schelle am Gummitrichter lösen. Jetzt nach unten rausziehen

Wenn man sich zusätzlich noch den Federbeindom im Ausbaubereich abklebt (Panzertape),
braucht man keine Angs vor Lackschäden haben.
Ein Blick in den Luftsammelkasten wo die Drosselklappe saß.

Netter effekt beim Ausbau des Kastens ist, dass man zwangsweise fast alle Unterdruckleitungen in der Hand hat. Schön auch, wen man dabei entdeckt, dass ein Anschlussstück 1cm lang eingerissen war. Klassischer für einen Falschluftkandidaten geht es kaum.
Und hier der Luftsammelkasten in ganzer Größe.

Linke hälfte mit Unterdruckanschluss zum Bremskraftverstärker
Mittig der Sitz der Klappenstutzens
Rechts mit Unterdruckanschluss zum Verteiler.

Zum Abdichten benötigt man folgende Dichtungen:
A102 141 3880 links, A102 141 3780 rechts, A102 141 3980 klappenstutzen

Ausgebaut, kann men den Kasten so richtig schön reinigen (Bremsenreiniger).
Flanschflächen schön von Dichtungsresten befreien (800er Schleifpapier).
Die Drosselklappe. Man sieht deutlich wie verharzt sie ist.
Die Ablagerungen waren so stark, dass sie sich in geschlossener
Stellung verhakte.